Festplatteneinbau
Sicherer Datenspeicher für unterwegs
Aus Kapazitäts- und Sicherheitsgründen wollen wir uns nicht nur auf die im Notebook eingebaute Festplatte verlassen.
Es mussten also zusätzliche externe USB Festplatten ins Fahrzeug eingebaut werden.
Gerade für längere Reisen ist nach sorgfältiger Überlegung doch mehr Speicherplatz erforderlich, als zunächst vermutet.
Vorbemerkung / Update
Wir haben uns im Jahr 2007 für externe 3.5″ Festplatten entschieden, da die damals verfügbaren 2.5″ Festplatten zu wenig Kapazität hatten. Dies hat sich inzwischen grundlegend geändert, so dass die angebotenen Kapazitäten für die durchschnittliche Nutzung ausreichend sein sollten.
Der Einbau von 3.5″ Festplatten ist jedoch heute noch sinnvoll, wenn sehr große Kapazitäten benötigt werden – die es in 2.5″/1.8″ nicht gibt – oder man 3.5″ Festplatten übrig hat bzw. günstig bekommen kann.
In den Tiefen des Technikfachs verbaute Festplatten haben weiterhin den Vorteil, dass sie bei einem Einbruch nicht so einfach gefunden werden. So bleibt einem zumindest eine Datensicherung, wenn das Notebook und die externen 2.5″ Festplatten gestohlen werden.
Auch wir verwenden heute externe 2.5″ Festplatten und spiegeln diese mit den fest eingebauten 3.5″ Festplatten.
Welche Art von Daten sollen gespeichert werden?
• unterwegs aufgenommene Bilder
• unterwegs aufgenommene Videos
• Datensicherung der Notebooks mit modifiziertem Generationenprinzip 
• Images von Windows&Treiber CDs (für Neuinst. Original-CDs mitnehmen!)
• Images der wichtigsten Programm-CDs, falls Neuinstallation erforderlich
• die unverzichtbaren Musik-CDs aus der eigenen Sammlung als MP3
• genügend freier Speicherplatz zum Umkopieren von Daten
• sonstige Daten
Grundsätzliche Überlegungen
• es sollen zwei Festplatten gespiegelt werden
• sichere Verschlüsselung aller Daten mit Truecrypt 
• fester Einbau im Fahrzeug, damit die HDDs »aufgeräumt« sind
• einfacher Ein-/Ausbau für den mobilen Einsatz (z.B. Hotel etc.)
• USB-Buchse und Schalter am Panel -> beliebiger Einbauort im Technikfach
• Einbau mit erschütterungs- und stoßgedämpfter Lagerung
Anforderungen an die Festplatten-Hardware
• echter Ein-/Ausschalter, der die Stromversorgung schaltet (also kein Taster), damit sich die Festplatte bei Stromzufuhr über einen Panelschalter auch einschaltet
• Separates Netzteil: primär 100-240V AC / sekundär: 12V DC. So kann der Betrieb mit 12V DC im Fahrzeug oder weltweit mobil am Stromnetz erfolgen
• Metallgehäuse zur Abschirmung wegen dem Einbau ins Technikfach
• möglichst kompakte Bauform
• geräuscharm, möglichst lüfterlos
• USB 2.0 mit Highspeed! 
Welche Festplatte erfüllt alle Kriterien?
Aus den technischen Datenblättern der Hersteller geht meist nicht hervor, ob die Festplatte einen echten Ein-/Ausschalter besitzt und das Netzteil an einer Netzteilbuchse am Festplatten-Gehäuse mit 12V DC angeschlossen wird.
Wegen der zum Kaufzeitpunkt begrenzten Speicherkapazität der 2.5″ HDDs (max. 160GB), fiel die Wahl auf 3.5″ Desktop-HDDs. Bei der alle Kriterien erfüllenden Modellreihe von Freecom
hatte die Speicherkapazität der Modelle von 160 – 500GB keinen Einfluss auf die Gehäusegröße. Deshalb entschieden wir uns für das Modell mit 500GB.
Vorüberlegungen zum Einbau
Die Festplatten sollen im Technikfach an einer freien Stelle direkt auf die Bodengruppe montiert werden. Um aufwändige Konstruktionen zu vermeiden, soll die Stoßdämpfung zwischen Festplatte und Boden angebracht werden.
Die Stoßdämpfung muss also stabil genug sein, um das Gewicht der Festplatte zu tragen, andererseits elastisch genug, um die Energie von Erschütterungen und Stößen in allen Raumrichtungen zu absorbieren. Dabei muss bedacht werden, dass sich die lüfterlose Festplatte über das Gehäuse kühlt, also nicht flächendeckend »in Watte« gepackt werden darf. Weiterhin soll die Festplatte für den mobilen Einsatz einfach aus- und einzubauen sein.
Letztlich hat sich die folgende, konstruktiv recht einfache und preiswerte Lösung ergeben. Die Praxis wird zeigen, ob diese Lösung langfristig tauglich ist. Die verwendete Rohrisolation kann bei Ermüdungserscheinungen jedoch schnell und kostengünstig ausgetauscht werden.
Erschütterungs- und stoßgedämpfter Einbau
Die Stoßdämpfung besteht aus folgenden Komponenten:
• Klebefüße (Baumarkt)
• Gartenschlauch ½” (Baumarkt)
• Gurtband B:25mm (Baumarkt)
• Ösen, Innendurchmesser ca. 5mm (Baumarkt)
• Schrauben, die durch die Ösen passen (Baumarkt)
• PE-Rohrisolation ca. d=50mm/Öffnung ca. d=25mm (Baumarkt)
• Klemmschlossgurte L:50cm/B:20mm, z.B. von Fasty (siehe AUBU AG
)
Durch die Öffnung der Rohrisolation wird ein Stück ½” Gartenschlauch geführt, durch den der obere Spanngurt um die Festplatte läuft. Die Länge von Rohrisolation und Gartenschlauch ist etwas kürzer, als die Festplatte breit ist. Sind Rohrisolation und Schlauch zu lang, liegt der Spanngurt seitlich nicht mehr richtig an der Festplatte an.
Ein weiterer Gurt wird unterhalb des Schlauchs nur durch die Rohrisolation (NICHT durch den Schlauch!) geführt und sehr knapp rechts und links der Rohrisolation durch vorher in den Gurt eingenietete Ösen am Fahrzeugboden verschraubt. Die Kühlung der Festplatte bleibt gewährleistet, da die Rohrisolation wenig Fläche verdeckt und für einen großen Abstand zum Boden des Technikfachs sorgt, was die Luftzirkulation begünstigt.
Die transparenten Klebefüße an der Oberseite der Platte hindern die Spanngurte bzw. die Festplatte am Verrutschen durch Rütteln.
Kosten
Materialwert ca. 20 EUR für 2 Festplatten (natürlich ohne Festplatten), Zeitaufwand ca. 2 Std.
Crashtest
Falltests aus ca. 15cm Höhe haben Dämpfung und Festplatte nicht sonderlich beeindruckt.
Minusgrade
Beim unbeheizten Überwintern des Fahrzeugs sollten Festplatten ausgebaut werden. Wird das Fahrzeug frostfrei überwintert, können die Festplatten normalerweise im Fahrzeug verbleiben. In jedem Fall muss der spezifizierte Temperaturbereich der verwendeten Festplatte beachtet werden.
Praxiserfahrung
Die Festplatten sind nun seit 45.000 km im Einsatz. Bisher sind keinerlei Probleme aufgetreten. Lediglich die Klemmschlossgurte wurden etwas gespannt, da diese sich geringfügig (ca. 1 mm) gelockert hatten, was jedoch völlig unkritisch war.
Bilder
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